Trekkingrucksack

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Trekkingrucksack 2018-05-25T10:24:29+00:00

Trekkingrucksack

trekkingrucksack-collageSie möchten eine Trekkingreise machen oder mehrere Tage in einer Gegend ohne Versorgungsmöglichkeit wandern? Dann ist ein Daypack für Sie zu klein. Sie brauchen einen Trekkingrucksack, der groß genug ist für Ausrüstung und Proviant und zudem auch ein stabiles Tragesystem hat.

Was unterscheidet einen Trekkingrucksack von einem Daypack?

Ein Trekkingrucksack hat ein größeres Packvolumen und ein höheres maximales Transportgewicht als ein Daypack. Trekkingrucksäcke starten ungefähr bei einem Packvolumen von 40 Litern. Wenn Sie über längere Strecken mehr als 5 kg tragen möchten, sollten Sie einen Trekkingrucksack einem Daypack vorziehen, auch wenn das Volumen Ihres Daypacks vielleicht noch ausreicht. Ein Trekkingrucksack hat neben den Schultergurten auch noch einen Hüftgurt und in der Regel auch einen Brustgurt, so dass das Gewicht nicht mehr auf den Schultern, sondern auf der Hüfte lastet. Das ist deutlich angenehmer, so dass Sie mit einem Trekkingrucksack auch sehr große Gewichte tragen können. Die meisten Hersteller haben Trekkingrucksäcke bis zu einem maximalen Transportgewicht von 25 kg im Sortiment. Wenn Sie sich für einen Rucksack jenseits der 20-kg-Schwelle interessieren, empfehlen wir Ihnen einen Schwerlastrucksack.

 

Empfehlung von Trekkingrucksäcken für Mehrtagestouren

Welcher Trekkingrucksack passt zu mir?

Die Fragestellung verrät schon: Es gibt keinen perfekten Rucksack für jede Person. Es gibt individuelle Faktoren wie Körpergröße, Rückenform, Rückenlänge, Taillenform und Schulterbreite, die nicht mit einem einzigen Rucksackmodell abgedeckt werden können. Zwar haben die meisten Trekkingrucksäcke Einstellmöglichkeiten, aber auch diese sind begrenzt. Je schwerer der Rucksack ist, desto entscheidender ist es, dass Sie ein gut sitzendes Tragesystem haben. Deswegen sollten Sie bei jeder Rucksack-Anprobe zunächst testen, ob der Rucksack sicher und angenehm auf ihrem Rücken sitzt, auch wenn Sie in Bewegung sind.

Beim Trekkingrucksack ist ein guter Sitz wichtiger als ein guter Look

Gerade Anfänger tendieren dazu, sich auf ein bestimmtes Rucksackmodell einzuschießen, auch wenn dieses Modell vielleicht nicht optimal zu ihrem Körper passt. Diesen Fehler sollten Sie nicht machen, denn wenn Sie erst einmal ein paar Tage unterwegs sind, werden Sie feststellen, dass der Name des Herstellers, die Farbe und andere oberflächliche Details wertlos sind, wenn der Rucksack nicht gut sitzt. Wenn der Hüftgurt ständig rutscht, kann auch schon ein Gewicht von 10 kg zur Qual werden. Entscheiden Sie sich im Zweifel immer für den Rucksack, mit dem Sie den besten Tragekomfort haben! Zum Glück ist die Auswahl an Trekkingrucksäcken mittlerweile so groß, dass Sie bei der Farbe und anderen eher unwichtigen Details normalerweise keine großen Kompromisse machen müssen.

Knallbunt oder doch lieber dezent?

trekkingrucksackDie meisten Trekkingrucksäcke auf dem Markt haben eine Farbe, die schon von weitem gut zu erkennen ist. Diese Trekkingrucksäcke sind zum Beispiel gut geeignet für Globetrotter, die mit ihrem Outfit deutlich machen wollen, dass sie freundliche Absichten haben. Wenn Sie allerdings Tiere beobachten möchten oder den Rucksack für einen Jagdausflug brauchen, sollten Sie eine dezente Farbe wählen, die in der Natur nicht besonders auffällt. Wenn Sie im Outdoor-Bereich nicht fündig werden, sollten Sie sich gegebenenfalls im Jagd- und Militärbedarf umschauen. Wenn Sie gut im Style laufen möchten, sollten Sie Ihren Rucksack, falls möglich, farblich an ihrer Hardshell-Kleidung anpassen.

Welches Gewicht kann ich tragen?

Diese Frage lässt sich nur individuell beantworten. Anfänger, die den ersten Trekkingrucksack kaufen, überschätzen sich meist. Das Ziel sollte es immer sein, mit einem möglichst leichten Rucksack unterwegs zu sein. Wenn Sie eine zweiwöchige Wildnistour machen wollen, kann das allerdings bedeuten, dass der Rucksack „nur“ 25 kg wiegen sollte. Das ist aber schon eine Gewichtsklasse, die nicht für jeden Menschen geeignet ist. Frauen können zudem in der Regel weniger Gewicht tragen als Männer. Eine sinnvolle Obergrenze, die für die meisten Trekkingabenteuer ausreicht, liegt bei Männern bei etwa 25 kg und bei Frauen bei etwa 20 kg. Wenn Sie schon bei 20 bzw. 15 kg voll ausgelastet sind, sollten Sie das akzeptieren und Ihre Tour entsprechend planen. Wenn Sie mit einem zu schweren Trekkingrucksack reisen, ist Ihre Reise vom ersten Tag an eine schmerzvolle Tortur.

Den Trekkingrucksack lieber etwas größer wählen als erforderlich

Erfahrene Trekking-Spezialisten geben gerne den Tipp: Den Rucksack bloß nicht zu groß wählen! Dahinter steht der Gedanke, dass es immer möglich ist, ein Rucksack zu füllen, ganz gleich wie groß er ist. Aber es wäre der falsche Weg, deswegen einen Rucksack zu kaufen, der letztlich zu klein ist für die komplette Ausrüstung. Spätestens wenn Sie feststellen, dass Sie wichtige Ausrüstungsgegenstände am Rucksack befestigen müssen, weil der Innenraum schon voll ist, wird das Dilemma deutlich. Mithilfe von Kompressionsriemen ist es bei einem Trekkingrucksack immer möglich, das Volumen zu verringern. Deswegen sollten Sie im Zweifel eher ein größeres Modell wählen, das sie dann entsprechend verkleinern, wenn Sie sie mit weniger Ausrüstung auskommen. Einen großen Nachteil bringt ein großer Rucksack jedenfalls nicht, auch wenn Sie es mit der Rucksackgröße selbstverständlich nicht übertreiben sollten.

Wie groß sollte mein Trekkingrucksack sein?

Bei der Größe gibt es zwei Faktoren, die berücksichtigt werden müssen: das Packvolumen und das maximale Transportgewicht. In der Regel sind diese beiden Größen aber proportional zueinander. Grundsätzlich sollten Sie den Trekkingrucksack so wählen, dass Sie alle Gegenstände, die Sie mitnehmen möchten, in den Rucksack stecken können. Die Ergonomie eines Rucksacks wird grundsätzlich immer dann schlechter, wenn Sie anfangen, Gegenstände außen oder in extra angebrachten Seitentaschen zu befestigen.

Was sagen die Größenangaben der Hersteller aus?

Bei Rucksäcken über die Größe in Litern oder Kubikzoll (US-Hersteller) angegeben. Allerdings sollten Sie diese Angabe mit Skepsis betrachten, denn es gibt kein normiertes Verfahren, das alle Rucksack-Hersteller anwenden. Deswegen kann es zum Beispiel passieren, dass zwei 60-Liter-Rucksäcke einen erheblichen Größen Unterschiede aufweisen. Letztlich können Sie dieses Problem nur lösen, indem Sie den Rucksack anschauen und ausprobieren.

Was bedeuten Angaben wie „60+20 Liter“ oder „70+15 Liter“?

Viele Trekkingrucksäcke können im Deckelbereich erweitert werden. Mittels der Deckelgurte wird der Deckel weiter nach oben geschoben, so dass der Rucksack zusätzliches Volumen erhält. Meist sind auf diese Weise maximal 15-20 Liter zusätzlich erreichbar. Allerdings sollten Sie sich vergegenwärtigen, dass das Gewicht an einer relativ ungünstigen Stelle hinzugefügt wird und der Schwerpunkt des Rucksacks durch das zusätzliche Gewicht nach oben wandert. Deswegen ist es besser, wenn Sie die Rucksackwahl anhand der Zahl vor dem Pluszeichen vornehmen und das zusätzliche Volumen nur in Ausnahmesituationen verwenden.

Warum ist der Hüftgurt so wichtig?

Bei einem Trekkingrucksack wird das Gewicht zum größten Teil nicht von den Schultern, sondern von der Hüfte getragen. Damit die Gewichtsübertragung auf die Hüfte optimal funktioniert, müssen Sie einen Hüftgurt haben, der sich so einstellen lässt, dass Sie eine perfekte Kraftübertragung haben. Das können Sie auch als Anfänger beurteilen, wenn Sie mehrere Rucksäcke in Bewegung ausprobieren. Der Hüftgurt sollte nicht rutschen, während Sie sich bewegen und das Gewicht sollte spürbar auf der Hüfte liegen.

Innengestell-Rucksack ist die beste Alternative

Wenn Sie nicht mehr als 25 kg tragen wollen oder können, sollten Sie in der Regel zu einem Rucksack mit einem Innengestell greifen. Erst bei größeren Lasten sind Außengestelle eine sinnvolle Alternative. Innengestell-Rucksäcke haben den Vorteil, dass sie wesentlich besser am Körper liegen und deswegen einen besseren Tragekomfort bieten.

Wie wichtig ist das Gewicht eines Trekkingrucksacks?

Die Ultralight-Bewegung hat auch vor dem Rucksackbereich nicht Halt gemacht. Wogen früher große Trekkingrucksäcke noch 4 kg und mehr, gibt es mittlerweile viele Modelle, die nur noch um die 2 kg oder sogar weniger wiegen. Grundsätzlich können Sie bei einem Trekkingrucksack mit einem maximalen Transportgewicht von bis zu 20 kg mit einem Ultralight-Modell eines renommierten Herstellers nicht viel verkehrt machen. Unterwegs zählt jedes Kilo und wenn der Rucksack schon 5 kg wiegt, können Sie entsprechend weniger Ausrüstung und Proviant mitnehmen.

Auf der anderen Seite sollten Sie aber das Gewicht auch nicht überbewerten und zum alles entscheidenden Kriterium machen. Wenn Sie einen gut sitzenden und robusten Trekkingrucksack gefunden haben, sollten Sie sich nicht gegen dieses Modell entscheiden, nur weil der Rucksack vielleicht 1 kg mehr wiegt als ein Konkurrenzmodell.

Was sollte ich bei der Rucksackbreite beachten?

Der Rucksack sollte nicht breiter sein als Ihre Schulterbreite. Ansonsten wird das Gehen sehr unkomfortabel, denn Ihre Arme stoßen ständig gegen den Rucksack. Ob die Rucksackbreite passt, können Sie nur testen, wenn Sie den Rucksack vollgepackt testen. Bewegen Sie die Arme beim Gehen stärker als üblich, um zu testen, ob Sie sich wohlfühlen! Wenn Sie unsicher sind, ob die Rucksackbreite akzeptabel ist, sollten Sie sich vor einen Spiegel stellen, um einen „objektiven“ Eindruck zu bekommen. Wenn der Rucksack schmaler ist als Ihre Schulterbreite, ist das zunächst einmal unproblematisch. Allerdings sollten Sie bei großen Rucksäcken darauf achten, dass die Rucksackbreite nicht zu klein ist, denn für eine optimale Gewichtsverteilung sollte das Gewicht möglichst nah am Körper sein. Wenn der Rucksack sehr schmal ist im Vergleich zu ihrem Rücken, können Sie dieses Ziel nur bedingt erreichen.

Was sollte ich bei der Rückenlänge beachten?

Viele Rucksäcke können hinsichtlich der Rückenlänge innerhalb eines vorgegebenen Bereichs angepasst werden. Es gibt aber auch Modelle mit einer festen Rückenlänge, die dann entweder zu Ihrem Rücken passen kann oder nicht. Wenn Sie einen Rucksack im Internet bestellen, können Sie sich an folgenden Zahlen orientieren:

  • Rückenlänge S: 40-49 Zentimeter
  • Rückenlänge M: 50-57 Zentimeter
  • Rückenlänge L: 58-69 Zentimeter

Um Ihre Rückenlänge zu bestimmen, müssen Sie den Rücken vom 7. Nackenwirbel bis zur oberen Kante der Schulterblätter messen. Wenn Sie sich gerade hinstellen und das Kinn auf die Brust legen, wird der 7. Nackenwirbel automatisch nach außen gedrückt.

Die angegeben Rückenlängen können nur als Orientierungspunkt dienen, denn zum einen sind die Herstellerangaben nicht immer präzise und zum anderen ist jeder Körper anders gebaut. Deswegen müssen Sie in jedem Fall den Rucksack ausprobieren, wenn Sie wissen möchten, ob die Rückenlänge passt.

Wichtig: Ihre Rückenlänge gibt die obere Grenze für die Rucksackgröße vor. Wenn Ihr Rücken sehr kurz ist, wird Ihnen kein 130-Liter-Rucksack passen.

Das sollten Sie beim Rucksacktest beachten:

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  • Testen Sie den Rucksack mit dem zulässigen Maximalgewicht!
  • Vor einem Kauf sollten Sie den Rucksack mindestens 20 Minuten tragen!
  • Testen Sie Ihre Beweglichkeit mit dem Rucksack!
  • Überprüfen Sie, ob der Rucksack gut verarbeitet ist!
  • Testen Sie alle Einstellmöglichkeiten!
  • Probieren Sie aus, ob Sie den Rucksack mühelos selbst am Körper einstellen können!
  • Gefällt Ihnen die Aufteilung des Rucksacks?
  • Gefällt Ihnen die Farbe des Rucksacks?
  • Gibt es Befestigungsmöglichkeiten für eine Trinkflasche, Trekkingstöcke etc.?
  • Wie schwer ist der Rucksack?